Schlafapnoe

Schlafapnoe-Syndrom – was ist das eigentlich?

Das Schlafapnoe-Syndrom („SAS“) bzw. genauer das Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom („SAHS“) ist eine Schlafstörung, die durch einen Stillstand des Atemflusses (Apnoe) oder eine Verringerung dieses Flusses (Hypopnoe) gekennzeichnet ist. Die Ursachen sind vielfältig, lassen sich aber in zwei Kategorien einteilen:

  • Sie können obstruktiv sein und mit Adipositas oder einem metabolischen Syndrom einhergehen: Man spricht dann von einem „obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom“. Eine Apnoe gilt als „obstruktiv“, wenn sie auf Atemanstrengungen gegen eine Verlegung der oberen Atemwege (Nase, Mund, Rachen, Kehlkopf) zurückgeht.
  • Sie können auch neurologisch bedingt sein, durch eine Störung der Atemsteuerung; in diesem Fall gibt es keine Einatmungsanstrengung wie im vorherigen Fall. Man spricht dann von einem „zentralen Schlafapnoe-Syndrom“.

Dieses Syndrom beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern auch die ihres Umfelds: Indem die Apnoen die Schlafqualität verschlechtern (weniger Tief- und REM-Schlaf, Mikro-Weckreaktionen), führen sie zu übermäßiger Tagesschläfrigkeit, manchmal verbunden mit Reizbarkeit, verminderter Libido oder einem depressiven Zustand. Außerdem senken die Apnoen den Sauerstoffpartialdruck im Blut und führen zu einer Sauerstoffentsättigung. Die daraus resultierende chronische Hypoxämie ist ihrerseits für Bluthochdruck und das Auftreten weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Lange unbeachtet, wurde das SAS in seiner häufigsten Form („OSAS“) 1956 unter dem Namen „Pickwick-Syndrom“ beschrieben. Quelle: Wikipedia

Didgeridoo und Schlafapnoe:

Wenn Sie an obstruktiver Schlafapnoe leiden, kann Ihnen regelmäßiges Didgeridoo-Spielen sicherlich helfen, sie zu verringern. Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Arzt darüber. Am Anfang ernten Sie als Antwort vielleicht nur verdutzte Blicke! Eine in Zürich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass regelmäßiges Didgeridoo-Spielen (20 Minuten pro Tag) obstruktive Schlafapnoen verringert. 2009 und 2010 arbeitete Gauthier Aubé mit Doktor Kabeya und der ABIR (Association Bourguignonne des Insuffisants Respiratoires, Burgundischer Verein für Menschen mit Atemwegsinsuffizienz) zusammen, um Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe das Didgeridoo-Spielen beizubringen. In der in Dijon (21) eingerichteten Studiengruppe sahen die Schüler, die regelmäßig auf ihrem Instrument übten, ihre Schlafapnoen mindestens um das Dreifache zurückgehen, was die Ergebnisse der Zürcher Studie bestätigte.